Unser 1. Dog-Dance Turnier

Veröffentlicht von Administrator (admin) am Jul 27 2018
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Fotostrecke Katlin und Donny

Fotostrecke Steffi und Zack

Zack's Start im Video

Im März beim Online-Stream der Crufts nun ist der Dog-Dance-Funke auf mich übergesprungen. Ich sah hier so unterschiedliche Hundetypen und für mich die Chance, Zack so zu führen, dass er nur wenig zum Bellen animiert wird. Denn es sind ja im Obi immer wieder die gleichen Trigger, die ihn hochfahren, die ich aber leider nicht vermeiden kann, da die Übungen ja doch sehr eng gesteckt sind.
Auch Katlin war sofort Feuer und Flamme, wollte sie doch schon seit geraumer Zeit mal Dog-Dance ausprobieren.
Also das Training Mitte März gestartet und am 1. April zum Turnier im Juli angemeldet. Die Wochen seit dem waren voller Höhen und Tiefen. Aber ich habe sehr viel über Zacks Trigger gelernt. Oft ist natürlich Übermut aber genauso oft bellt er, weil ihm eine klare Anweisung fehlt und da man beim Dog-Dance ja fast jede Hilfe als eine tänzerische Geste umformen kann, haben wir unheimlich viel intuitiv und für unsere Verhältnisse kreativ gearbeitet. Oft habe ich die Choreo umgearbeitet, um für Zack noch klarer zu sein und nicht zu viel zu verlangen.
Das Turnier selbst war auch eine sehr spezielle Erfahrung. Sehr liebevoll und detailreich vom PHV Misburg vorbereitet. Ich fühlte mich so ein Bisschen in die Obi-Anfänge zurück versetzt, wo jede Prüfung noch etwas ganz Besonderes war. Jeder Hund erhielt ein liebevoll gestaltetes Halstuch mit dem Motto der Veranstaltung: „Tanz! Vor allem aus der Reihe!“. Jeder Teilnehmer gab ein paar Infos zu sich, dem Hund und seiner Kür ab, die dann von einem Sprecher vor oder nach dem Start in lockerer Weise an das Publikum weitergegeben wurden.
Da wir doch sehr gespannt waren, wie so ein Dog-Dance-Turnier im Einzelnen abläuft, hier ein paar Infos für andere Erststarter (zumindest war es auf diesem Turnier so):
Es gibt immer drei Richter, die sich nach jedem Start besprechen und deren Urteil gemittelt wird. Es werden keine Startnummern ausgegeben, da ja fast alle eine Art Kostüm tragen. Ein Sprecher gibt aber immer den nächsten Starter bekannt und man kann während der Richterbesprechung des Vorgängers ganz entspannt mit seinem Hund zum Start gehen.
Am Samstag fanden die Fun-Klassen statt, in denen man den Hund mit Lecker, Spielzeug und/ oder Targets führen kann und soll. Hier werden zwar keine Punkte vergeben und keine Reihung der Starter vorgenommen, aber jeden Team bekommt direkt nach Start eine Besprechung und am Ende des Tages einen Bogen mit unterschiedlichen Bewertungsthemen. Hier kann jeweils ‚Ausbaufähig‘, ‚Sehr Gut‘ oder ‚Großartig‘ angekreuzt werden. Ich finde das eine super Möglichkeit zu sehen, wo man steht ohne, dass man in direktem Konkurrenzdruck zu den anderen steht. Viel Wert wird generell im Dog-Dance auf die Teamarbeit, den Stresslevel und die Tiergesundheit gelegt. Daher kommt es nicht so schnell zu dem Höher-Schneller-Weiter-Effekt, wie man in vielen anderen Sportarten sieht.
Am Sonntag hatten wir unseren offiziellen Start. Hier darf meine keine Hilfsmittel mehr mitnehmen und es gibt Punkte, die in ein Lizenzbuch eingetragen werden. Die Punkte gibt es wieder für viele verschiedene Gesichtspunkte (mehr dazu könnt ihr beim DDI nachlesen). Dabei sind die Ergebnisse stets Mittelungen aus den Punkten aller drei Richter. Es gibt keine Besprechung am Ende der Kür. Leider bekommt man die Punkteverteilung am Tage selber nicht genannt, nur die Gesamtpunkte und die Reihung der Teams. Die Punkteverteilung kann man in den Tagen danach auf der DDI-Seite nachschauen.
Doch wie hat es denn nun im Einzelnen bei uns geklappt?
Katlin hatte eine super Start am Samstag, aber am Sonntag als die Lecker fehlten, war Donny leider nicht so gut auf Katlin fokussiert und hat immer nach mir oder Dirk Ausschau gehalten. Schwierig war auch, dass am Samstag in den Fun-Klassen einige Starter Lecker auf den Boden geworfen hatten, aber nicht alle gefressen wurden. Das hatte Donny sofort raus und hatte daher auch hin und wieder die Nase unten.
Bei Zack und mir ging der Fun-Start am Samstag total daneben: Ich hob meine Arm, um die Musik zu starten, aber bis die Musik los ging vergingen doch ein paar Sekunden, in denen Zack auf 180 explodierte und schließlich gar nicht so vor mir stand wie geplant. Der Rest war dann ziemlich chaotisch und ich ziemlich am Boden zerstört. Bis zum nächsten Tag überlegte ich immer wieder, was ich jetzt noch tu könnte. Schließlich beschloss ich, den Arm einfach oben zu halten bis die Musik angeht (da dann weniger triggernde Bewegung). Zusätzlich übte ich Sonntagmorgen, dass Zack ganz ruhig vor mir steht während ich den Arm hoch halte. Außerdem probiere ich noch mal, welchen Abstand ich am Start zu Zack haben muss, um ihn möglichst wenig zu stressen. Hier könne ein paar Zentimeter schon viel ausmachen. Schließlich entschlackte ich unsere Startsequenz, so dass sie am Ende vielleicht etwas sehr einfach aussah, aber ein ruhiger, kontrollierter Start war mir viel wichtiger.  Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Zwar gibt es ein paar Beller im Mittelteil und insgesamt könnte alles ein Bisschen präziser sein, aber am Anfang und zum Ende hin ist Zack ganz still und nimmt wirklich jedes Kommando an. Ich denke wir sind auf dem richtigen Weg…


 

Zuletzt geändert am: Jul 28 2018 um 5:24 PM

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