Doch ich habe mich gefreut!

Veröffentlicht von Administrator (admin) am Aug 05 2013
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Ich weiß, dass es für viele so ausgesehen hat, als wäre ich sehr unzufrieden gewesen. Euch sei gesagt, dass ich halt nur sehr angespannt war. Waren doch die beiden letzten Prüfungen nicht so gut gelaufen und jetzt 3 Wochen später wagte ich meinen ersten Start in der Klasse 3. Eigentlich hatte ich diese 3 Wochen genug damit zu tun, Zac etwas gelassener zu machen. Aber die Übungen der Klasse 3 hatte ich lange schon nicht mehr geübt, da ich mich so intensiv auf die BSP-Klasse-2 vorbereitet hatte. So musste ich feststellen, dass Zac das Schicken zur Halbschale ganz ‚vergessen‘ hatte. Ich hatte es Monate nicht mehr geübt, da das Umrunden derselben im "Bei Fuss" beim Klasse-2-Richtungsapport für uns so schwierig war. So stoppte Zac jetzt im Training mal vor der Schale, mal viel zu weit dahinter. Mal rannte er in so großem Bogen darum, dass er über einen Meter daneben zum Stehen kam. 3 Tage vor der Prüfung habe ich dann begonnen, das Ganze noch mal neu mit einem Target-Teppich aufzubauen. Aber das war gestern noch keineswegs sicher. So entschied ich mich das Stopp-Kommando ‚STA‘ sehr hoch zu sprechen, damit es wirklich ankommt. Das hat Richter und Zuschauer sehr verwirrt, man hat mir aber noch geglaubt, dass ich STA gesagt habe und nicht nur gequiekt habe (das ist nämlich verboten!).


So ging mit reichlich zitternden Knie in den Ring und habe leider wieder etwas zu viel Druck auf Zac gemacht, was er gelegentlich mit „WUFF“ oder Herumschauen quittierte . Das Bellen war aber schon wieder merklich weniger. Hin und wieder gelang es mir zwischen den Übungen mal tief durch zu atmen und Zac mit einem langgezogenen ‚Hooooo‘ zu beruhigen. Die Übungen direkt danach haben dann auch viel besser geklappt. So hab ich mir als neues Trainingsziel gesetzt, ein Ritual aufzubauen, mit dem wir gezielt während der Prüfung runterfahren können.
 

Mein persönliches Highlight war der Richtungsapport, auch wenn es hier nur 7,5 Punkte gab. Zac hatte mal wieder einen viel zu großen Bogen um die Halbschale geschlagen und kam sehr weit rechts davon zum Stehen. Wir hatten aber links gezogen und so musste er einen langen Weg laufen, auch an dem mittleren Holz vorbei. Zac rannte ganz zielstrebig zu dem linken Holz, das doch so weit von ihm entfernt lag und brachte mir.


Auch wenn ich mir nicht so viele Punkte gegeben hätte, war ich am Ende des Tages doch wahnsinnig glücklich und stolz auf meinen wilden Zac. Es hat zwar wohl kaum jemand gesehen, aber hinter dem Vereinsheim hat er einen dicken Kuss  bekommen und wurde mit einem nassen Handtuch erfrischt. Die Hitze hat man ihm beim Arbeiten zwar nicht angemerkt aber die Abkühlung hat er doch sehr genossen.
 

Vielen Dank an die Richterin Judith Montag und die Anwärterin Kirstin Niederstenschee, die den ganzen Tag das richtige Auge hatten und auch verstanden mit ihren Kommentaren und Punkten zu motivieren. Das hat auch mir nach den letzten beiden Prüfungen mal wieder richtig gut getan.
 

Dank auch Steward Martin Liebenau, der wie immer sehr beruhigend durch das Programm führte und an den Ausrichter „GHV Altstadt /MG-Bettrath“, der alles gut im Griff hatte und super schnell die Siegerehrung durchführte.

Zuletzt geändert am: Aug 05 2013 um 3:43 PM

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